Gedanken zur Selbstreflexion / Teil 2

Gebe ich mich hinein in den Zauber der Begegnungen, lasse ich mich berühren, reflektiere ich meine Emotionen, ist jede Begegnung ein Aufruf, eine Herausforderung, ein Geschenk an mich zu meinem Selbst zu gelangen.
Die Gefühle, welche in mir, durch das Verhalten meines Gegenübers entstehen, fordern mich auf, mich mit mir auseinander zu setzen.

Das Verhalten eines Menschen mir gegenüber sagt immer etwas über ihn aus, nie über mich.
Die Art, wie ich emotional darauf reagiere, also das Gefühl, das dieses Verhalten in mir weckt, hat immer etwas mit mir zu tun und nie mit ihm.

Safi Nidiaye

Ist der Mensch aus diesem Grund ein Weesen, das soziale Kontakte zu leben wünscht?
Wäre ein Wachsen und Reifen ohne Begegnungen nicht möglich?

nachdenkliche Grüsse
samu

Gedanken zur Selbstreflexion / Teil 1

Wir sind so gerne in der freien Natur,
weil diese keine Meinung über uns hat.
Friedrich Nietzsche

Ich habe mich nie tiefer mit der Aussage Nietzsches befasst, sie begleitet mich jedoch schon viele Jahre und spricht mir mitten aus dem Herzen.
Ein Waldspaziergang mit allen Sinnen erleben, entlang eines Flusses wandern und meine Gedanken fliessen lassen oder die Weitsicht auf dem Gipfel eines Berges empfinde ich heilsam und befreiend.

Doch, wo wird meine Seele, meine Psyche, mein Selbst berührt?
Was lässt mich dieses heilsame Gefühl empfinden?
Ist es nur, weil die Natur keine Meinung über mich hat?
Ist es vielleicht nicht viel mehr?

Joseph von Eichendorff beschreibt es in seinem Gedicht Mondnacht auf eine wundersame Weise.

Es war, als hätt´ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blüten-Schimmer
Von ihm nun träumen müßt‘.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

…und meine Seele spannte, weit ihre Flüge aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.

Kann ich durch dieses „mich in die Natur hineingestellt sehen“, durch die Motivation zur Betrachtung der Natur und dem daraus resultierenden Gefühl der Verbundenheit, über mich hinaus sein und mich selbst erkennen?

Bin ich darum so gerne in der freien Natur, weil sie keine Meinung über mich hat oder weil ich mich in der Natur bewusst erkenne, meine Seele sich bei mir zu Hause fühlt?

Gedanken mitten aus einer Diskussion mit mir selbst… vielleicht magst du dich daran beteiligen…

von ❤ samu

Ver ÄNDERUNG

Lebe dein Ändern!

Wichtig und richtig – ja.

Was aber, wenn dein Gegenüber darunter zu leiden scheint?
Was, wenn dein Herz dich schmerzt, weil du verletzen musst um dein Ändern zu leben?
Was, wenn sich alles in dir sträubt, weil du noch immer zu viele Kompromisse eingehst?
Was wenn es sich erdrückend anfühlt, wenn es dir Energie raubt?

Ist Stillstand die Lösung?
Resignation?
Rückzug?
Konfrontation?
Ablenkung?
Auflehnung?

Was sind die Folgen?
Wo sind die Grenzen?

… und immer wieder stehe ich vor der selben Frage!

Wo befindet sich die Grenze zwischen Selbstliebe und Egoismus?

Dankbar von ❤  für eure Gedanken, Gefühle, Erlebtes, Gefühltes.

samu
wieder einmal sehr nachdenklich

Das Ego und der Stein

In einer wunderbaren Landschaft umgeben von Birken und Kiefern
inmitten einer Lichtung – liegt er.
Sonnenstrahlen wärmen seine Oberfläche und er strahlt seine Wärme mir entgegen.
Er, der kalte, graue Stein.
Unscheinbar und doch so voller Ausstrahlung –
ich berühre ihn, bewundere ihn – er ist einfach nur da.
Ist es nicht das, was ich suche?
Ist es nicht das, was ich mir wünsche?
Nur da sein?

In mir bewegt sich etwas, sträubt sich  an dem Gedanken ein Stein zu sein,
nur da zu sein, kalt, grau – vielleicht manchmal, wenn ich Glück habe
von der Sonne ein paar Strahlen zu erhaschen und dann Wärme spüren

und vielleicht sogar einmal etwas Beachtung, eine Berührung.
Ist es das, was ich will?

Ja, ich will Stein sein, kalt, grau – nur sein – die Sonnenstrahlen spüren, manchmal.

Die, die rebelliert, die, die sich sträubt an dem Gedanken ein Stein zu sein, kalt, grau – das bin nicht ich. Wieder einmal versucht mein Ego an die Macht zu kommen – doch heute bin ich stärker, denn ich weiss, von der ZUFRIEDENHEIT DES STEINSEINS.

Gedanken aus dem Jahr 2001… heute, viele Erfahrungen reicher frage ich mich STEINSEIN? manchmal Wärme spüren? nur da sein? 

Ist es das, was du dir wünscht….. NEIN,  jeden Tag geniessen, mich allen Herausforderungen stellen, zu mir stehen, ICH sein!

samu – verliebt ins Leben ❤  

… und noch immer auf der Suche nach der Antwort ob das Ego nun positiv oder negativ ist?

 

Vergeben

Du wirst verletzt, gedemütigt, fühlst dich verraten…Trauer, Wut, Hass, Enttäuschung machen sich breit, Gedanken kreisen und erfüllen deine Tage und Nächte mit Sorgen.

Viel hast du darüber nachgedacht, lange es in dir getragen, dann hast du dich mitgeteilt, zugehört, versucht zu verstehen. Du hast gelernt, dass all die negativen Gefühle nur deine Lebensfreude beeinträchtigen und es nur einen Weg aus dieser Spirale gibt….. Vergeben und Verzeihen.

Und so hast du die Freiheit gespürt, die sich aus dieser Erkenntnis entwickelte und hast dieses Gefühl lieben gelernt.

Und trotz diesem Wissen kann es vorkommen, dass sich da jemand meldet! Hey, was soll das? Lass dir das nicht gefallen!
Ich habe gelernt zu sagen: Hallo Ego, schön dich zu sehen… und nein, vergiss es!
Du hast mich zu lange getäuscht – mir Sonnentage und Zaubernächte geraubt.
Vergeben und Verzeihen ist der Weg und nein, ich fühle mich nicht schwach, ich stehe gerade dadurch zu mir, fühle mich frei und gestärkt für alles was noch kommen mag ❤

herzlichst samu