Gedanken zur Selbstreflexion / Teil 1

Wir sind so gerne in der freien Natur,
weil diese keine Meinung über uns hat.
Friedrich Nietzsche

Ich habe mich nie tiefer mit der Aussage Nietzsches befasst, sie begleitet mich jedoch schon viele Jahre und spricht mir mitten aus dem Herzen.
Ein Waldspaziergang mit allen Sinnen erleben, entlang eines Flusses wandern und meine Gedanken fliessen lassen oder die Weitsicht auf dem Gipfel eines Berges empfinde ich heilsam und befreiend.

Doch, wo wird meine Seele, meine Psyche, mein Selbst berührt?
Was lässt mich dieses heilsame Gefühl empfinden?
Ist es nur, weil die Natur keine Meinung über mich hat?
Ist es vielleicht nicht viel mehr?

Joseph von Eichendorff beschreibt es in seinem Gedicht Mondnacht auf eine wundersame Weise.

Es war, als hätt´ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blüten-Schimmer
Von ihm nun träumen müßt‘.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

…und meine Seele spannte, weit ihre Flüge aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.

Kann ich durch dieses „mich in die Natur hineingestellt sehen“, durch die Motivation zur Betrachtung der Natur und dem daraus resultierenden Gefühl der Verbundenheit, über mich hinaus sein und mich selbst erkennen?

Bin ich darum so gerne in der freien Natur, weil sie keine Meinung über mich hat oder weil ich mich in der Natur bewusst erkenne, meine Seele sich bei mir zu Hause fühlt?

Gedanken mitten aus einer Diskussion mit mir selbst… vielleicht magst du dich daran beteiligen…

von ❤ samu

Freiheit

Alles schreit nach MIR
ich spüre, wie ich mich verliere
Leere, nichts als Leere macht sich breit

keine Chance mich zu widersetzen
aufgebraucht,
der letzte Rest an Energie verblasst

Trauer breitet sich aus
legt sich schwer und dunkel über mich

Doch tief in MIR
der Ruf nach Freiheit
fordert mich heraus
ungeahnte Kräfte setzen sich frei

Gedanken werden losgelassen
Gefühle ordnen sich
Ruhe kehrt ein

Schritt für Schritt
gehe ich mutig den Weg
zurück zu MIR

von ❤ dankbar
samu

Der Weg ist das Ziel

Vergleichbar mit dem Weg auf den Gipfel sehe ich das Leben.
Schritt für Schritt dem Ziel entgegen,
belohnt mit mehr und mehr Klarheit und Weitsicht.
Das Lernen und Reifen geschieht auf dem Weg
manchmal beschwerlich, gefährlich
dann wieder sanft, lieblich und weich.
Stärke und Mut entwickelt sich bei Herausforderung.
Tiefe und Sicherheit entsteht in Ruhe und Entspannung.
Es gibt Augenblicke, da ist ein Schritt zurück unumgänglich
vielleicht ein Umweg sogar notwendig.
Manchmal lege ich eine Pause ein.
Doch gehe ich stetig weiter dem Ziel entgegen
in mir wachsend und reifend,
wissend, dem Wunsch meines Herzens
Schritt für Schritt näher zu kommen,
auf meinem Weg zu sein.

samu unterwegs zum ❤
und gerade so sehr glücklich

Mitteninsherzmoment

…und immer wieder sind es diese Augenblicke, die das Leben zu einer wundervollen Reise durch die Zeit verzaubern!

Gespräche, die Brücken schlagen
Blicke, die Wärme ausstrahlen
zusammen lachen
ein Danke für’s Zuhören
gespürtes Vertrauen
gelebte Freundschaft
eine innige Umarmung

lass dich verzaubern und geniesse die Reise durch deine Zeit…
mitten aus dem ❤ samu

Die Einladung

…die Gedanken einer wunderbaren Frau, die Gefühle in Worte zu fassen vermag, die mich bereits vor vielen Jahren tief berührten und es auch heute noch vermögen…

Die Einladung

Es interessiert mich nicht, wie du dein Geld verdienst.
Ich will wissen, wonach du dich sehnst, und ob du es wagst davon zu träumen, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskierst, dich für die Liebe lächerlich zu machen, für deine Träume, für das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob du den Kern deines Leidens berührt hast, ob du durch die Enttäuschungen des Lebens geöffnet worden bist, oder zusammengezogen und verschlossen, aus Angst vor weiterem Schmerz.

Ich will wissen, ob du im Schmerz stehen kannst, meinem oder deinem eigenen, ohne etwas zu tun, um ihn zu verstecken, ihn zu verkleinern, oder ihn in Ordnung zu bringen.

Ich will wissen, ob du mit Freude sein kannst, meiner oder deiner eigenen,
ob du mit Wildheit tanzen und dich von Ekstase füllen lassen kannst bis in die Spitzen deiner Finger und Zehen, ohne uns zu ermahnen, vorsichtiger zu sein, realistischer zu sein, oder an die Beschränkungen des Menschseins zu erinnern.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du mir erzählt hast, wahr ist.
Ich will wissen, ob du einen anderen enttäuschen kannst, um dir selber treu zu bleiben. Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst.

Ich will wissen, ob du die Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist,
und ob du dein Leben aus SEINER Gegenwart entspringen lassen kannst.

Ich will wissen, ob du mit Versagen leben kannst, deinem und meinem, und trotzdem am Ende eines Sees stehen kannst, um zum silbernen Vollmond zu rufen, „Ja„.

Es interessiert mich nicht zu wissen, wo du lebst, und wieviel Geld du hast.
Ich will wissen, ob du nach der Nacht der Trauer und Verzweiflung aufstehen kannst, müde und zerschlagen, um dich um die Kinder zu kümmern.

Es interessiert mich nicht wissen, wer du bist, und wie es kommt, wie es kommt, dass du hier bist.
Ich will wissen, ob du in der Mitte des Feuers mit mir stehst, ohne zurückzuweichen.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem studiert hast.
Ich will wissen, was dich von innen trägt, wenn alles andere wegfällt.
Ich will wissen, ob du alleine mit dir sein kannst, und ob du deine Gesellschaft in den leeren Momenten wirklich magst.

Oriah Mountain Dreamer

Warum ich mich gerade heute an den Text erinnere, ich weiss es nicht! Ich glaube, ich habe mich inspirieren lassen, durch all die persönlichen Beiträge, die ich in verschiedenen Blogs gerade eben gelesen habe, es gefällt mir, in diese Welt eingetaucht zu sein, und ich empfinde es bereichernd!

DANKE!! samu 🙂

Auszeit

Mir eine Auszeit nehmen – immer mal wieder!

Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, mir immer mal wieder eine Auszeit zu nehmen. Sei es nur für einige Minuten mich hinzusetzen und nachzudenken, einen Spaziergang im Wald zu machen, eine Runde zu laufen, meinen Körper zu spüren. Was auch immer ich tue, ich muss es alleine tun!

Gedanken, Gefühle, überschlagen sich, lassen sich nicht einordnen  – doch dann, wenn ich mir bewusst eine dieser Auszeiten nehme, ist es wieder da, das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein, dann wenn ich mich spüre und mich gerne haben kann, genau so wie ich bin.

Kennst du das auch?

Bis bald!

Samu 🙂

Standhaftigkeit

Ich wünschte mir die Standhaftigkeit dieser alten Buche!

Verwurzelt mit der Erde und gleichzeitig zum Himmel wachsend, strebend nach Licht, immer mit dem Ziel zu wachsen!

Gila Antara singt einen wunderschönen Song, der dieses tiefe Gefühl der Verbundenheit für mich ausdrückt.

Die Sicherheit, dass alles gut ist, wie es ist.

Es gibt Tage, da fühlt es sich so an, das Leben.

Zufriedenheit und Dankbarkeit sind ständige Begleiter.

Jedes Ereignis empfinde ich als gut, bin offen für das Schöne, lebe den Moment, bin achtsam.

„Negative“ Ereignisse erkenne ich als sinnvoll, weiss, dass ich lerne, wenn ich mich damit auseinander setze, bin fähig Situationen und Gegebenheiten anzunehmen, bin voller Energie mich mit mir und allem um mich zu beschäftigen, nachzudenken, zu analysieren, zu reflektieren.

Fühle mich auf meinem Weg!

Ich frage mich gerade, warum kann dieses Gefühl nicht immer in mir sein?

samu 🙂 …. heute nachdenklich