Was für eine will ich sein?

Eine gute Erkenntnis vorweg, diese Entscheidung kann ich bis zu meinem letzen Atemzug jeden Moment treffen und mein Ändern leben.

Was für eine will ich sein? Meine Gedanken bringen mich zu meinem Verhalten. Muster, welche sich über all die Jahre eingeprägt haben. Eigenschaften, welche ich an mir mag und ich gerne beibehalte aber auch Verhaltensweisen, die ich ablegen möchte, da sie in mir negative Gefühle auslösen.

Es gibt kein vorgefertigtes Netzwerk, welches mir hilft oder mich lenkt Mensch zu werden meine Haltung steuert und dadurch mein Verhalten verändert.

Orientierung erhalte ich durch Erfahrungen. Es liegt an mir, welche Erfahrungen ich bereit zu machen bin und welche Haltung ich dadurch entwickeln kann. Günstige Erfahrungen führen zu günstigen Haltungen und da günstige Erfahrungen immer gekoppelt sind an Dinge, die mir Freude machen, sollte es doch eigentlich leicht fallen, meine Haltung positiv zu verändern.

Verändert sich meine Haltung aufgrund meiner positiven Erfahrungen, verändert sich auch mein Verhalten in einer Weise, welche ich mir wünsche.

Ich möchte mir meiner Würde bewusst sein und versuchen mein eigenes Leben so zu gestalten, dass es mit dem übereinstimmt, wie ich mir eine Welt wünsche. 

Was für eine/einer willst du sein?

Ich freue mich auf deine Gedanken…  samu ❤

(Gedanken, inspiriert durch die Auseinandersetzung mit dem Buch „Würde“ von Gerald Hüther)

Gedanken zur Selbstreflexion / Teil 2

Gebe ich mich hinein in den Zauber der Begegnungen, lasse ich mich berühren, reflektiere ich meine Emotionen, ist jede Begegnung ein Aufruf, eine Herausforderung, ein Geschenk an mich zu meinem Selbst zu gelangen.
Die Gefühle, welche in mir, durch das Verhalten meines Gegenübers entstehen, fordern mich auf, mich mit mir auseinander zu setzen.

Das Verhalten eines Menschen mir gegenüber sagt immer etwas über ihn aus, nie über mich.
Die Art, wie ich emotional darauf reagiere, also das Gefühl, das dieses Verhalten in mir weckt, hat immer etwas mit mir zu tun und nie mit ihm.

Safi Nidiaye

Ist der Mensch aus diesem Grund ein Weesen, das soziale Kontakte zu leben wünscht?
Wäre ein Wachsen und Reifen ohne Begegnungen nicht möglich?

nachdenkliche Grüsse
samu

Gedanken zur Selbstreflexion / Teil 1

Wir sind so gerne in der freien Natur,
weil diese keine Meinung über uns hat.
Friedrich Nietzsche

Ich habe mich nie tiefer mit der Aussage Nietzsches befasst, sie begleitet mich jedoch schon viele Jahre und spricht mir mitten aus dem Herzen.
Ein Waldspaziergang mit allen Sinnen erleben, entlang eines Flusses wandern und meine Gedanken fliessen lassen oder die Weitsicht auf dem Gipfel eines Berges empfinde ich heilsam und befreiend.

Doch, wo wird meine Seele, meine Psyche, mein Selbst berührt?
Was lässt mich dieses heilsame Gefühl empfinden?
Ist es nur, weil die Natur keine Meinung über mich hat?
Ist es vielleicht nicht viel mehr?

Joseph von Eichendorff beschreibt es in seinem Gedicht Mondnacht auf eine wundersame Weise.

Es war, als hätt´ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blüten-Schimmer
Von ihm nun träumen müßt‘.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

…und meine Seele spannte, weit ihre Flüge aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.

Kann ich durch dieses „mich in die Natur hineingestellt sehen“, durch die Motivation zur Betrachtung der Natur und dem daraus resultierenden Gefühl der Verbundenheit, über mich hinaus sein und mich selbst erkennen?

Bin ich darum so gerne in der freien Natur, weil sie keine Meinung über mich hat oder weil ich mich in der Natur bewusst erkenne, meine Seele sich bei mir zu Hause fühlt?

Gedanken mitten aus einer Diskussion mit mir selbst… vielleicht magst du dich daran beteiligen…

von ❤ samu